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F1 - «Eile mit Weile» zum 3. Sieg

Fabienne Braunschweiler
12.03.2018

handball züri birch – Grün-Weiss Effretikon 13:15 (5:8) 
Am Sonntag reiste das F1 nach Zürich Stettbach, um dort in der Rückrunde wieder auf Züri Birch zu treffen. Ungeachtet der vorherrschenden Unbeliebtheit von Sonntagsspielen bei den Damen aus Effretikon, war die Motivation gross. Schliesslich war bereits im Hinspiel trotz Niederlage (8:12 – ja das ist tatsächlich ein Handball-Resultat…) erkennbar, dass mehr möglich gewesen wäre.

 
Das Spiel startete für diese Paarung gewohnt torlos - erst in der 7. Minute ging Züri Birch 1:0 in Führung. Noch in der selbigen Minute folgte aber der Ausgleich zum 1:1. Das war zugleich auch das erste Tor für Mateja Lisjak bei Grün-Weiss – herzliche Gratulation Mati! Dennoch blieb das Spiel weiter geruhsam und Tore wurden auf beiden Seiten kaum erzielt. Wären im Hinspiel die Treffer nicht ebenso rar gewesen, könnte man meinen, es habe an der kleinen Halle gelegen. Die Lücken in der Verteidigung waren automatisch ungewohnt mickrig – nur das Tor schien durch die vielen Fehlwürfen auf beiden Seiten irgendwie weiter weg als sonst. In der 14. Minute dann das Time-Out des GWE Coaches Beat Kuhn als leidlicher Weckruf, die Schwerfälligkeit abzulegen, das Tempo nun endlich zu erhöhen und Gegenstösse zu laufen (die Halle ist ja kürzer! 😉). Nicht, dass sich die Geschwindigkeit dann merklich erhöht hätte – aber das F1 wusste die ungefähr 3 mitgereisten Fans stattdessen mit anderen Attraktionen zu unterhalten. So schoss Marina Schneider gleich darauf ebenfalls ihr allererstes Tor für Effretikon (Stand 4:3) – auch dazu herzliche Gratulation! Der Sensationen noch nicht genug, war es schlussendlich Simona Bill, die GWE nach 9 Wochen reisen in Südamerika (die Mannschaft beehrte sie zu diesem Zeitpunkt erst seit einem Training wieder) mit drei Toren in drei Minuten in Führung brachte (von 5:3 zu 5:6). Vom südamerikanischen Flair, der Coolness eines Globetrotters sowie der Sprungkraft und Wendigkeit eines Jung-Alpakas aus den peruanischen Anden getrieben, baute sie die Führung in der 24. Minute auf 5:7 weiter aus (schlussendlich dann total 6 Tore – was für eine Rückkehr!). Nach zwei gehaltenen Penaltys von Andrea Keller und einem verwerteten von Carla Sundermann, beendete man die erste Halbzeit beim Spielstand 5:8.
 
In der Pause forderte Beat Kuhn berechtigterweise zum erneuten Male das Tempo nun endlich zu erhöhen und so dem «Schlafwagen-Handball» zu trotzen. Das heisst, Gegenstösse zu laufen, sich sowohl in der Verteidigung als auch im Angriff mehr zu bewegen und schnellere Auslösungen von Flügel und Kreisläuferinnen, anstatt «auf dem Weg noch Kaffee zu holen und ein Picknick zu veranstalten». Der guten Worte entgegen, bot die zweite Halbzeit leider nicht viel mehr Tore und lässt sich daher relativ kurz zusammenfassen. Wiederum war es Simona Bill, die zwei Tore aus dem Spiel heraus erzielte. Ramona Keller und Carla Sundermann erledigten endlich die, vom Coach lang geforderten Gegenstösse, und buchten so drei weitere Treffer auf das GWE Konto. Ebenfalls verwertete Carla Sundermann erneut einen Penalty und Stefanie Meister schoss eine Sekunde vor Schluss das 7. und letzte Tor für Effretikon in der zweiten Spielhälfte. Da Züri Birch sich aber auch nicht mehr zu steigern vermochte, reichte das für die Damen aus Effretikon, um den dritten Sieg diese Saison einzufahren (Schlussstand 13:15).
 
Da Siege für das F1 von GWE noch immer keine Selbstverständlichkeit sind, bleibt dieses Sonntagsspiel trotz eher prunkloser Mannschaftsleistung in positiver Erinnerung. Immerhin durfte das Team einige individuelle Höhepunkte von Spielerinnen erleben. Und da man sich ja so gerne hat, freuen sich alle gemeinsam darüber. Gleichwohl gilt es dieses Teamdenken und diese Nächstenliebe für die unliebsamen Kondi- und Schnellkrafttrainings beizubehalten (wenn sich die quälenden Schmerzen in den ermüdeten Beinen verdriesslich auf die Stimmung auswirken), die nach diesem Spiel in der Sommertrainings-Planung wohl gerade einige Prioritäts-Stufen nach oben gewandert sind…

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